Vorträge (#frrm16)

Für das 2. freiräume.camp am 16.04.2016 sind folgende Keynotes und Vorträge geplant.

Keynotes

Keynote Andreas Zeuch – Alle Macht für niemand

09:15 – 10 Uhr, Raum 100 (Glassaal)

Sprecher: Andreas Zeuch

Andreas ZeuchUnternehmensdemokratie? Wo kämen wir denn da hin? Schließlich brauchen wir erstens nicht nur Häuptlinge, sondern auch Indianer. Zweitens sind Unternehmen keine demokratische Veranstaltung, denn wenn alle mitmischen, dauern Entscheidungen zu lange. Und überhaupt: Weder wollen noch können Mitarbeiter Verantwortung übernehmen. Basta!

Irrtum. Andreas Zeuch widerlegt anhand exklusiv recherchierter, ausführlicher Fallbeispiele die Argumente gegen Unternehmensdemokratie. Denn es gibt sie längst, die Unternehmen, die teils seit Jahrzehnten nicht trotz, sondern aufgrund ihrer Demokratie überaus erfolgreich wirtschaften.

 

Keynote Uwe Lübbermann – Aufbruch!

16:30 – 17:30 Uhr, Raum 100 (Glassaal)

Sprecher: Andreas Zeuch

Uwe Lübbermann„Alle sagten, das geht nicht. Dann kam einer, der wusste das nicht, und hat es gemacht.“ – und diese/r eine kannst du sein.

Uwe ist neben der Funktion als zentraler Moderator des Premium-Kollektivs mittlerweile ein gefragter Begleiter in vielerlei Unternehmen, Projekten und Gründungen. Von Alten-Tagespflege über Buch-Verleih-App bis zum Logistik-Großkonzern, von kommunalem Wasserversorger über Kinderspielzeughersteller bis zur Universität – Freiräume sind praktisch überall möglich. Die Frage ist also nicht, ob was geht, sondern nur, wie das geht. Und: da geht noch was! 🙂

 

Vorträge

(in alphabetischer Reihenfolge des Titels)

20 Fehler in 60 Minuten – Impressionen einer agilen Transition

10-11 Uhr, Raum 100 (Glassaal)

Sprecher: Tim Böttcher (Director Software Engineering) und Arwid Kassner (Manager Software Engineering-Architecture), arvato eCommerce Verwaltungsgesellschaft mbH, Hannover

Im Geiste der FailNights/FuckUpNights wollen wir darüber berichten, was wir im ersten Jahr unserer agilen Transition in die Scrum-Welt alles falsch gemacht haben, welche Katastrophen uns passiert sind und was wir daraus gelernt haben. Alle Teilnehmer dürfen die erlernten Fehler gratis mitnehmen und je nach Vorliebe nachmachen oder vermeiden. Wir, das ist die arvato SCM, die den OnlineShop von ESPRIT mit aktuell 75 Mitarbeitern entwickelt. Aktuell sind wir in 8 agilen Teams organisiert.

Wer Interesse am Thema Scaled Agile und den damit verbundenen Herausforderungen hat oder selbst mit dem Gedanken spielt Scrum oder Agile Arbeitsweisen einzuführen kann hier lernen, welche Klippen man besser auslassen sollte.

 

Agilität und Büroarchitektur

11-12 Uhr, Raum 113

Sprecher: Peter Bollenbeck, CEO, Unternehmer, InVision AG, Ratingen

InVision (www.invision.de) hat die Unternehmenszentrale in Düsseldorf in einem 18-monatigen Umbau kompromisslos auf agiles Arbeiten in fluiden Teams abgestimmt. Peter Bollenbeck gibt Einblicke in die Büro-Architektur und Raumkonzepte in einer agilen Arbeitsumgebung.

 

Anders arbeiten braucht andere Arbeitswelten

10-11 Uhr, Raum 113

Sprecher: Guido Rottkämper, design2sense GmbH, Leipzig

Mit einer Generation neuer Mitarbeiter, denen Spaß wichtiger ist als Geld, für die Ethik und Erfolg verknüpft sind und für die Arbeitsatmosphäre wesentliches Kriterium auf der Suche nach einem Arbeitgeber ist, wandeln sich die Ansprüche ans Büro rasant. Unternehmen, die immer noch meinen, weniger sei mehr, werden schon in naher Zukunft den Wettbewerb um die klügsten + kreativsten Köpfe verlieren.

Der Vortrag zeigt auf, wie sich wandelnde Strukturen des Fühlens und Denkens auf zukünftige Arbeitsräume auswirken werden.

 

Der Co-Workingspace als Netzwerk für temporäre Projektteams

10-11 Uhr, Raum 115

Sprecher: Hannes Buchholz, EDELSTALL, Hannover

Wie sieht sie aus, die Zukunft der Arbeit? Mit dieser Frage beschäftigen wir uns im Edelstall, dem ersten Coworking-Space in Hannover, seit mittlerweile über 5 Jahren. Frei nach dem Motto »Niemand hatte vor, einen Coworking-Space zu gründen« stand am Anfang einfach nur die Idee, einen Freiraum für kollaboratives Arbeiten zu entwickeln. Doch im Laufe der Zeit haben wir gelernt, dass eine große Community für alle viele Vorteile mit sich bringt.

Heute sind wir stolz auf über 165 Mitglieder im Edelstall – Freiberufler, Kreative, StartUps, Digitale Nomaden und alle, die ihrem Homeoffice entkommen möchten, leben und arbeiten zusammen an diesem Ort. More people, more awesome ist unser Motto. Und im Sommer wagen wir in Hannover mit dem neu entstehenden Projekt HAFVEN den nächsten Schritt, mit der ersten Verschmelzung von Coworking-Space und offener Werkstatt in einem Haus.

 

Es geht DOCH anders! Mit der Soziokratie. Agilität, Augenhöhe und Partizipation

10-11 Uhr, Raum 125

Sprecher: Christian Rüther, Wien, Österreich

Die Soziokratie ist ein Organisationsmodell mit hoher Partizipation, mit der Ausrichtung auf eine Vision, mit Agilität, das Gemeinschaft, Selbstverantwortung und auch persönliches Wachstum fördert.

Jeder kann sich in seinem Kreis einbringen und beitragen, damit das gemeinsame Ziel erreicht wird. Das führt zu effizienten Meetings, gemeinsam getragenen Entscheidungen und hohes Engagement der Mitarbeiter.

Christian Rüther stellt das Konzept der Soziokratie vor und plaudert aus der Praxis.

 

Fearless Journey – ein Reisebericht

11-12 Uhr, Raum 100 (Glassaal)

Sprecher: Peter Bösenberg und Bernhard Sprus, tecRacer GmbH & Co. KG Hannover

Viele Unternehmen in der IT setzen momentan immer neue Maßstäbe betreffend ihres Arbeitsumfeldes. tecRacer GmbH & Co. KG macht hier keine Ausnahme und prescht mit viel Mut für Veränderungen sowie  Energie in eine neue Welt des zusammen Arbeitens.

Wir teilen mit euch unsere Erfahrungen und auch Probleme auf dem Weg zu einem modernen, agilen und vor allem selbstorganisierten Arbeiten, in dem man seine Mitarbeiter als Menschen und nicht als Ressourcen wahrnimmt. Wir berichten über unsere Probleme, eventuelle Fehlentscheidung und Impulse die Mitarbeiter in einem Unternehmen setzen und verwirklichen können.

 

Scheinbar langsames und scheinbar schnelles Lernen: Über intuitive Spiele für selbstorganisierte Teams

11-12 Uhr, Raum 111

Sprecher: Hayo Siemsen, Saarbrücken

Selbstorganisierte Teams können besser auf Situationen mit hoher Unsicherheit reagieren. Statt die perfekte Lösung zu suchen, finden sie gute Wege durch gezielte Experimente heraus. Gute (Brett-)Spiele machen das Experimentieren einfacher.

Sie sind prozesshaft und können in Komplexität, Geschwindigkeit, etc. skaliert werden. Auf diese Weise kann man wesentliche Begriffe konkret erfahrbar machen und so nahe und einfach analog an der Erfahrung aufbauen, dass die „Erlebnisse“ direkt zur Handlung führen. Das Modell ist „praktische Theorie“, d.h. „Gestalten“ im Sinne der Gestalttheorie und werden wie Ohrwürmer nicht mehr vergessen.

In diesem Vortrag stellen wir Erfahrungen und Hintergründe mit angepassten Top-Spielen vor, d.h. Spiele die sich sehr gut verkaufen oder sehr gut bewertet werden (www.boardgamegeek.com), weil die Spielmechanismen so viel Spaß machen, dass man nicht mehr aufhören kann zu spielen. Wir zeigen, wie man solche Spiele für das eigene Lernen im Team nutzen kann.

 

Selbstorganisierte Teams in der Schulklasse – eduScrum verändert den Unterricht in den Niederlanden

10-11 Uhr, Raum 111

Sprecher: Claudia Struijlaart, Valuascollege, Venlo, Niederlande, Mark Reijn, Schuberg Philis, Schiphol-Rijk, Niederlande

Scrum hat die Softwareentwicklung und Arbeitswelt revolutioniert. Nicht nur in der IT, sondern in vielen anderen Branchen organisieren sich Teams selbst nach den Prinzipien von Scrum. Die Ergebnisse sind beeindruckend.

Ein Physik- und Chemielehrer in den Niederlanden ist per Zufall auf diese Ideen gestoßen und hat Scrum auf Unterricht in der Schule übertragen. Mit eduScrum organisieren sich Teams in den Schulklassen selbst. Die Schüler lernen schneller, haben mehr Spaß dabei und sind erfolgreicher.

In diesem Vortrag stellen Claudia und Mark vor, wie eduScrum funktioniert und sie zeigen ein paar Beispiele aus der Praxis.

 

Selbstorganisation bei Dark Horse

11-12 Uhr, Raum 125

Sprecher: Christian Beinke, Dark Horse GmbH, Berlin

Dark Horse hilft Unternehmen in Co-Creation neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, neue Methoden einzuführen, sondern auch die Arbeitskultur zu verändern. Dark Horse sieht sich dabei selber als Vorreiter einer neuen Unternehmenskultur und Experimentierfeld für post-hierarchisches Management. In diesem Vortrag zeigt Christian Beinke auf, welche allgemein anerkannten wirtschaftlichen Wahrheiten sie bei Dark Horse verwerfen mussten, um die richtigen Strukturen und Prozesse für eine agile und innovative Arbeitskultur zu entwickeln.

 

Von der Natur abgeschaut: das Viable Systems Model und andere (agile) Modelle in der Praxis

11-12 Uhr, Raum 115

Sprecher: Arvin Arora, Geschäftsführer, AIM – Agile IT Management GmbH, Hannover

Die Natur hat das bisher anpassungs- und überlebensfähigste System überhaupt geschaffen: den Menschen und insbesondere sein hochentwickeltes Nervensystem.

Stafford Beer hat aus der Analyse dieses Systems und auf Basis der Kybernetik bereits seit den 1970er Jahren ein Modell für überlebensfähige Organisationen (Viable Systems Model) in einer komplexen Umwelt abgleitet. Wie nützlich dieses für Orientierung und Analyse ist und wie eine Umsetzung erfolgen kann, wird im Überblick behandelt:

  1. ein kurzer Blick auf die wesentlichen Ideen und Prinzipien,
  2. wie aktuelle Konzepte für agiles Vorgehen (z.B. Scrum), agile Organisationen und eine bessere Arbeitswelt hierauf basieren,
  3. typische, leicht erkennbare dysfunktionale Fehlkonstruktionen sowie
  4. eigene Praxiserfahrungen aus der Anwendung. – Damit erhalten Sie ein gutes Rüstzeug, um Agilität richtig anzugehen.

„Der Zweck eines Systems ist, was es tut – und was es tut, wird von den operativen Einheiten getan“ (Stafford Beer) – im Sinne des Kundennutzens und der Ausschöpfung der Potentiale der Mitarbeiter / Führungskräfte durch Loslassen veralteter, zentralistischer Command & Control Strukturen.

 

 

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